Wir freuen uns zu verkünden, dass unser e-conversion Mitglied Prof. Dr. Bettina V. Lotsch, Direktorin am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung und Leiterin der Abteilung für Nanochemie, zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt wurde. Sie wird die Sektion Chemie mit ihrem herausragenden Fachwissen bereichern. Die Leopoldina ist bekannt für ihre Rolle bei der Förderung der Wissenschaft zum Wohle der Gesellschaft. Die Aufnahme von Prof. Lotsch in den Kreis der Mitglieder unterstreicht ihren bedeutenden Einfluss auf ihrem wissenschaftlichen Gebiet.

Prof. Bettina V. Lotsch (Foto: © MPI FKF)

Professorin Bettina V. Lotsch ist eine führende Materialwissenschaftlerin, deren Forschungsschwerpunkt auf der Entwicklung fortschrittlicher Werkstoffe für nachhaltige Energietechnologien und zukünftige Informationssysteme liegt. Seit 2017 ist sie Leiterin der Abteilung für Nanochemie am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung und Honorarprofessorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zudem ist sie außerordentliche Professorin an der Universität Stuttgart und seit 2024 Mitbegründerin und Co-Direktorin des SolBat Center.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich molekularer und poröser Materialien, darunter metallorganische Gerüste (MOFs) – ein Forschungsgebiet, das 2025 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde –, kovalente organische Gerüste (COFs), Kohlenstoffnitride und andere zweidimensionale Materialien. Dieses Forschungsgebiet hat einen großen Teil der Fortschritte vorangetrieben. Ihr Team hat gezeigt, wie diese hochgeordneten Materialien Sonnenlicht effizient absorbieren, elektrische Ladungen trennen und chemische Reaktionen katalysieren können, was Anwendungen wie die künstliche Photosynthese und die Herstellung von Solartreibstoff ermöglicht. Außerdem hat sie Pionierarbeit bei Ansätzen geleistet, die Energieumwandlung und -speicherung in einem einzigen Material kombinieren, wodurch Systeme entstehen, die Sonnenenergie einfangen und bei Bedarf wieder abgeben können. Darüber hinaus haben ihre Beiträge dazu beigetragen, das Fachgebiet der Optoionik zu etablieren, das optische und ionische Prozesse in Festkörpern miteinander verbindet und vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Energieumwandlung, Sensorik, Datenspeicherung und neuromorphes Rechnen bietet. Mit diesen Errungenschaften hat Prof. Dr. Bettina V. Lotsch dazu beigetragen, die Grundlagen für nachhaltige Energie- und Informationstechnologien der nächsten Generation zu schaffen.

Die Leopoldina

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, gegründet im Jahr 1652, ist eine traditionsreiche wissenschaftliche Gesellschaft mit rund 1.700 Mitgliedern aus nahezu allen wissenschaftlichen Disziplinen. Sie fördert die deutsche Wissenschaft international und erarbeitet unabhängige Gutachten zu gesellschaftlich relevanten Themen für politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit.