
Jan Torgersen (links) am Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften der TUM School for Engineering and Design der TU München. (Foto: Susanne Höcht / TUM)
Der TUM-Forscher und e-conversion-Experte Prof. Jan Torgersen erhält einen ERC Proof of Concept Grant. Damit fördert der Europäische Forschungsrat Innovationen auf Basis von Forschungsergebnissen. Im Projekt BLADE (Bulk material Low-pressure Atomic-scale Deposition Engine) geht es um Nanobeschichtungen, die eine wichtige Rolle in unserem Alltag spielen: Mit der richtigen Beschichtung werden Medikamente wirksamer aufgenommen, der Lebenszyklus von Batterien verlängert und Materialien unter Extrembedingungen wie in der Raum- und Schifffahrt besser vor Korrosion geschützt. Prof. Torgersen forscht an der TUM School of Engineering and Design zusammen mit seinen Doktorratsstudenten Sven Marx und Nishant Mistry im Rahmen des BLADE-Projekts an neuartigen Technologien zur Herstellung von Nanobeschichtungen. Aufbauend auf einem früheren ERC-geförderten Projekt zu Brennstoffzellen will das Team die Atomlagenabscheidung (Atomic Layer Deposition, ALD) für industrielle Anwendungen weiterentwickeln. Diese ermöglicht extrem präzise, gleichmäßige Beschichtungen selbst komplexer poröser Strukturen, galt bislang jedoch als zu langsam und teuer für den industriellen Einsatz. Mit einem neuen Niederdruck-Verfahren will BLADE diese Begrenzungen überwinden und den Einsatz der Technologie etwa in der Energie-, Batterie- und Fertigungstechnik ausweiten.
Forscherinnen und Forscher an der TUM konnten bislang insgesamt 270 der hochdotierten ERC Grants einwerben. Diese werden jedes Jahr in verschiedenen Kategorien verliehen. ERC Proof of Concept Grants werden an Forschende vergeben, die prüfen wollen, ob aus ihren ERC-Forschungsprojekten marktfähige Innovationen entstehen können.
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- Prof. Jan Torgersen im Interview: „Wir müssen die Energiematerialien zu Bauteilen weiterdenken”