
Prof. Johannes V. Barth, neues Ehrenmitglied der Chinesischen Chemischen Gesellschaft. Bild: Dr. Annemieke IJpenberg / TUM
Prof. Johannes V. Barth, Lehrstuhlinhaber für Oberflächen- und Grenzflächenphysik (Experimentalphysik E20) sowie Dekan der School of Natural Sciences der Technischen Universität München (TUM), wurde zum Ehrenmitglied der Chinesischen Chemischen Gesellschaft (Chinese Chemical Society, CCS) gewählt – der höchsten Auszeichnung der Gesellschaft. In einem Schreiben vom 28. Mai 2026 betonte CCS-Präsident Lijun Wan, dass dieser Titel ausschließlich an „herausragende Chemikerinnen und Chemiker der Welt“ verliehen wird, um außergewöhnliche Beiträge zur Weiterentwicklung der Chemie sowie zur Entwicklung der chinesischen Chemie und der Gesellschaft zu würdigen.
Die Auszeichnung würdigt die internationale wissenschaftliche Reputation von Prof. Barth sowie seine Beiträge zur molekularen Nanowissenschaft und Oberflächenchemie. Zugleich anerkennt sie seine langjährige Zusammenarbeit mit Forschungspartnern in China und sein Engagement für die Stärkung des internationalen wissenschaftlichen Austauschs. Unter den 114 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die seit 2009 geehrt wurden, gehört Prof. Barth zu nur 17 Deutschen, denen diese renommierte Auszeichnung verliehen wurde.
Die Forschung von Prof. Barth konzentriert sich auf Grenzflächenphänomene und die Entwicklung funktionaler Nanoarchitekturen. Seine Arbeitsgruppe untersucht und manipuliert Nanoobjekte sowie supramolekulare Systeme mithilfe modernster Mikroskopie- und Spektroskopieverfahren. Dadurch werden Bottom-up-Fertigungsansätze und die Entwicklung von Materialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften auf molekularer Ebene ermöglicht. Mit dieser Ernennung unterstreicht die Chinesische Chemische Gesellschaft die Bedeutung einer fortgesetzten wissenschaftlichen Zusammenarbeit. In seinem Schreiben brachte CCS-Präsident Wan seine Absicht zum Ausdruck, die Kooperation und den akademischen Austausch künftig weiter zu vertiefen.