Prof. Knut Müller-Caspary bei der Verleihung des Ernst Ruska Preises 2025 in Karlsruhe, gemeinsam mit Dr. Katharina Hipp, Vorsitzende der DGE. (Foto: Tom Stoops / Universiteit Antwerpen)

Die Deutsche Gesellschaft für Elektronenmikroskopie (DGE) hat den LMU-Forscher Prof. Knut Müller-Caspary für seine besonderen wissenschaftlichen Leistungen mit dem international höchst angesehenen Ernst Ruska Preis ausgezeichnet. Knut Müller-Caspary erhielt die Auszeichnung für seine herausragenden Arbeiten im Bereich der impulsaufgelösten Rastertransmissionselektronenmikroskopie. Es ist ihm gelungen, diese Methode zu einem vielseitigen und breit anwendbaren Abbildungsmodus zu entwickeln, mit großer Wirkung sowohl in den Material- als auch in den Biowissenschaften. Seine Beiträge eröffnen neue Möglichkeiten zur Messung atomarer elektrischer Felder, lokaler Ladungsdichten und der Polarisation in nanoskaligen Proben, unter gleichzeitiger Gewährleistung einer minimalen Schädigung der Probe. Durch die Entwicklung neuer Berechnungs- und Simulationswerkzeuge hat er 4D-STEM zu einer leistungsstarken quantitativen Messtechnik gemacht.

Der internationale Ernst Ruska Preis ist benannt nach dem Nobelpreisträger und Erfinder des Elektronen-mikroskops, Prof. Dr. Ernst Ruska. Er wird von der Deutschen Gesellschaft für Elektronenmikroskopie im zweijährigen Turnus für besonders herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Elektronenmikroskopie verliehen. Die Verleihung des Preises fand am 03. September 2025 während der Mikroskopiekonferenz MC 2025 (Dreiländertagung) in Karlsruhe statt.