Prof. Beatriz Roldán Cuenya erhält den renommierten „Premio Investigación“ der Spanischen Geografischen Gesellschaft. Dieser Forschungspreis wird jährlich an herausragende Forschende aller Fachrichtungen verliehen, deren Arbeit über ihre eigene wissenschaftliche Disziplin hinaus globale Auswirkungen hat. Für das Jahr 2025 geht der Premio Investigación an Prof. Dr. Beatriz Roldán Cuenya, Direktorin der Abteilung Interface Science am Fritz-Haber-Institut und Forscherin im e-conversion Exzellenzcluster. Ihre wegweisende Forschung zu Katalysatoren für Anwendungen im Bereich der erneuerbaren Energien trägt dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.

Beatriz Roldán Cuenya (Foto: A. Akhtar, FHI)

Die Spanische Geografische Gesellschaft (Sociedad Geográfica Española, SGE) wurde 1997 gegründet und ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Erinnerung an die großen Entdecker Spaniens sowie der Würdigung der Arbeit heutiger Geografen und Forscher verschrieben hat. Zu den Aktivitäten der SGE gehören Expeditionen, Konferenzen, Publikationen, Forschungs- und Erkundungsprojekte sowie die jährliche Verleihung von Auszeichnungen. Seit nunmehr 26 Jahren würdigen die Preise der SGE „das Talent und die Neugierde derer, die uns helfen, unseren Planeten besser zu verstehen“ – so die SGE auf ihrer Website. Die Auszeichnungen sind die angesehensten Anerkennungen in der Welt des Reisens, der Erforschung, der geografischen und der Grundlagenforschung, die Brücken zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen schlagen, die in Spanien verliehen werden.

Mit dieser Auszeichnung würdigt die SGE ihren bedeutenden Beitrag zur Erforschung alternativer Energiequellen und zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Roldáns Grundlagenforschung zur Verbesserung der Effizienz und Langlebigkeit von Katalysatormaterialien für die Erzeugung von grünem Wasserstoff ist ein entscheidender Beitrag zur dringend benötigten Energieunabhängigkeit Europas – was vor dem Hintergrund der aktuellen militärischen Konflikte von besonderer Dringlichkeit ist. Laut der SGE „hat ihre Arbeit nicht nur Auswirkungen auf die Bereiche Physik und Chemie, sondern beeinflusst auch die Wirtschafts- und Umweltgeografie, indem sie ein nachhaltigeres und dezentraleres Energiemodell vorantreibt, das territoriale und wirtschaftliche Dynamiken neudefinieren kann.

Die SGE-Preise, die in acht Kategorien verliehen werden, spiegeln den Gründungsgeist der Institution wider: Die SGE bewahrt das globale geografische Erbe Spaniens, fördert das interkulturelle Verständnis und leitet Reiseprojekte, die Forschung, Wissenschaft, Kunst und Kultur voranbringen. Die Preisverleihung hat sich zur prestigeträchtigsten und bedeutendsten Veranstaltung der SGE entwickelt und ist ein kulturelles Highlight in Madrid. Die Preisverleihungen werden von renommierten Journalisten moderiert und bringen prominente Persönlichkeiten aus den Bereichen Kultur, Reisen, Forschung und dem spanischen gesellschaftlichen Leben zusammen. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der SGE-Gründung leitete Königin Sofía 2017 die Preisverleihungsgala. Im Jahr 2019 stand König Felipe der Preisverleihung vor.

Zu den bisherigen namhaften Preisträgern zählen Sir David Attenborough und Robert D. Kaplan. In diesem Jahr wird die SGE ihre Preise feierlich am 14. April 2026 in Madrid verleihen; durch den Abend führt die Journalistin Ely del Valle.

Wir gratulieren Prof. Dr. Roldán Cuenya herzlich zum Forschungspreis 2025 der SGE!