Rätsel lösen, experimentieren, Codes knacken: Im Sciences Escape Room dreht sich alles rund um die künstliche Photosynthese. (Foto: Astrid Eckert/TUM)

Für eine Woche lang wurde das Science Communication Lab des Deutschen Museums in lila Licht getaucht – und damit zu einer Tür in eine andere Welt: die verlassene, geheimnisvolle Forschungsstation des fiktiven Planeten Carbonia. Wer hier eintrat, begab sich auf eine Zukunftsreise und folgte den Spuren brillanter Wissenschaftler, um die Geheimnisse der künstlichen Photosynthese zu entschlüsseln – und zu retten, denn: Ein blieb den Teams nur eine Stunde Zeit, um den Escape Room zu meistern.

Täglich füllte sich der Raum mit neugierigen Besucherinnen und Besuchern: Familien mit Entdeckerlust, Schulklassen mit Forschergeist und  Studierenden voller Tatendrang. In Teams entschlüsselten sie Botschaften, führten Mini-Experimente durch, tüftelten an Nanostrukturen, analysierten mysteriöse Proben und versuchten, die wissenschaftlichen Erkenntnisse der verschollenen Forscherinnen und Forschern zu entdecken. Dabei zeigte sich schnell: Der Science Escape Room ist mehr als reines Entertainment. Hier wurde Energie- und Materialforschung des Exzellenzclusters e-conversion erfahrbar, greifbar und vor allem: spielbar.

Das Science Communication Lab bot dafür die perfekte Kulisse. Als Experimentierraum für neue Vermittlungsformate gedacht, erwies es sich einmal mehr als Ort, an dem Wissenschaft zum Abenteuer wird – ein interaktives Labor, eine Bühne mitten im Museum mit einer guten Portion Zukunftsvision.

Escape from Carbonias letzte Station: Die Spielwiesn 

Nach der intensiven Woche im Deutschen Museum ging es für Escape from Carbonia noch einmal außerhalb der Münchner Stadgrenze – und zwar dorthin, wo Spielen ganz offiziell im Mittelpunkt steht: auf die Spielwiesn 2025 in Augsburg. Zwischen klassischen Brett-, Würfel- und Kartenspielen war Escape from Carbonia auf dem Science Playground ein überraschend attraktiver Anlaufpunkt. An drei Tagen bezwangen mehr als 150 Besucherinnen und Besucher der Spielemesse den Escape Room. Die Slots waren schnell voll und die Begeisterung spürbar. Damit bildete Spielwiesn den idealen Abschluss für ein Projekt, das innerhalb eines Jahres so erfolgreich gewachsen ist und zeigt: Für die Wissenschaftskommunikation sind solche kreativen Formate eine echte Bereicherung – und machen einfach nur Spaß!

Diese Veranstaltung war zugleich der letzte öffentliche Auftritt des Escape Rooms in seiner bisherigen Form. Ein würdiger Abschluss – aber kein Abschied. Denn eines steht bereits fest: Escape from Carbonia wird ab 2026 weiterleben. Wir arbeiten bereits im Hintergrund an Ideen, wie wir das Format weiterhin anbieten können und welches Thema sich für einen weiteren Science Escape Room eignet.

Entwickelt wurde das Spiel von einem interdisziplinären Team aus Studierenden, Promovierenden und Kommunikationsprofis der TUM im Rahmen des Hochschulwettbewerbs von Wissenschaft im Dialog, gefördert vom BMBF im Wissenschaftsjahr 2025 – Zukunftsenergie.

Eindrücke aus Science Communication Lab und Spielwiesn: