Prof. Dr. Beatriz Roldán Cuenya, Direktorin der Abteilung Interface Science am Fritz-Haber-Institut und e-conversion-Mitglied, wurde für die angesehene Jacobus-van-‚t-Hoff-Vorlesung an der Technischen Universität Delft ausgewählt. Ihren Vortrag hielt sie am 28. September in Delft, Niederlande.

Foto: © Roy Borghouts

Das Institut für Prozess- und Produkttechnologie sowie das e-Refinery-Institut der Technischen Universität Delft hatten Prof. Beatriz Roldán Cuenya, Direktorin der Abteilung Interface Science am Fritz-Haber-Institut, eingeladen, die diesjährige Jacobus-van-‚t-Hoff-Vorlesung zu halten. Benannt ist diese prestigeträchtige Vortragsreihe nach Jacobus Henricus van ‘t Hoff, dem ersten Nobelpreisträger für Chemie im Jahr 1901, der 1871 an der TU Delft einen Abschluss in chemischer Verfahrenstechnik erwarb und seine Karriere später in Berlin (1896–1911) beendete. Zu Ehren seiner wissenschaftlichen Leistungen als einer der Begründer der physikalischen Chemie lädt die TU Delft jährlich renommierte internationale Referentinnen und Referenten zu dieser Festvorlesung ein, um ihre Forschung einem breiten Fachpublikum aus Chemie- und Verfahrenstechnik in den Niederlanden und darüber hinaus vorzustellen. Zu den bisherigen namhaften Preisträgerinnen und Preisträgern zählen Prof. Frances Arnold (Nobelpreis für Chemie 2018, CALTECH), Prof. Avelino Corma (UPV-CSIC) und Prof. Klavs F. Jensen (MIT).

„Wir alle sind zutiefst inspiriert von Prof. Roldán Cuenyas bahnbrechender Forschung zu nanostrukturierten Elektrokatalysatoren und den Zusammenhängen zwischen Struktur und Reaktivität sowie von ihrer vorausschauenden Vision, grundlegende materialwissenschaftliche Erkenntnisse in ingenieurtechnische Prinzipien zu überführen. Ihre Expertise im Bereich der Energieumwandlungstechnologien, insbesondere bei der Weiterentwicklung von CO2-Elektrolyseuren, zeigt eindrücklich, welch entscheidende Rolle ihre Arbeit bei der Bewältigung globaler Nachhaltigkeitsherausforderungen spielt“, so die Auswahlkommission der TU Delft. „Durch die Entwicklung innovativer Ansätze zur Optimierung von katalytischer Leistung und Effizienz treibt sie sowohl die Grundlagenforschung als auch deren praktische Umsetzung voran.“

© Roy Borghouts

An der TU Delft ist – mit dem Institut für Prozess- und Produkttechnologie und dem e-Refinery-Institut als Kern – ein weitreichendes Forschungsnetzwerk entstanden, das sich der Entwicklung skalierbarer Technologien für Anwendungen in den Bereichen Energie, Materialien, Wasser und Gesundheit widmet. Die Auswahlkommission lud Prof. Roldán Cuenya ein, um von ihrer Expertise und ihrem Blick auf das Zusammenspiel von Materialdesign und den Grundlagen der elektrochemischen Synthese zu profitieren.

Die Auswahl von Prof. Beatriz Roldán Cuenya für die renommierte Jacobus-van-‚t-Hoff-Vorlesung ist eine große Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Leistungen und der Bedeutung ihrer Forschungsgebiete – und damit zugleich eine Ehre für das gesamte Fritz-Haber-Institut.

Weitere Infos: